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Grüneberg - Geschichte

 

Interessantes aus der Dorfchronik

Grüneberg im Löwenberger Land

... ganz lang ist es her, da wurde das schöne Grüneberg gegründet. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Grüneberg im Jahr 1356, weswegen der Ort im Jahr 2006 eine zünftige Öffnet internen Link im aktuellen Fenster650-Jahrfeier hinlegte.

Grüneberg wurde aber schon Jahrhunderte zuvor besiedelt und zwar von heidnischen Slawen, die hier Ackerbau, Viehzucht und Fischfang  betrieben und wohl auch der Jagd nachgingen. Der Name des Dorfes beschreibt eine Ansiedlung am "Grünen Berg". Wenn wir heute durch das Neubaugebiet des Dorfes reiten, dem Wohnpark Grüneberg, und das schöne Dorfpanorama mit Kirche vor uns liegt, dann denkt man zwar nicht gerade, dass man auf einem grünen "Berg" steht, aber doch auf einer für die Mark Brandenburg ansehnlichen und wirklich grünen Anhöhe, die dem Ortsnamen alle Ehre erweist.

slawischen Burgwalls wohl noch deutlich zu sehen und zahlreiche Funde, wie Bernsteinperlen, Hufeisen (findet man manchmal auch bei uns auf dem Hof ;-) und Knochenreste gibt es aus dieser Zeit.

Die Dorfkirche aus Feldstein ist eine klassische Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert, mit dicken Mauern, Schießscharten- Fenstern im Turm und einer überaus robust wirkenden Architektur, der man ohne weiteres zutraut, auch die Wirren der zukünftigen Jahrhunderte einschließlich Klimawandel und steigenden Meeresspiegeln zu überstehen. Lediglich im Jahr 1982 hat der Kirchen-Dachstuhl leider kurz geschwächelt und das Kirchendach stürzte mit lautem Getöse ein. Die Grüneberger haben mit beispiellosem Einsatz und ohne einen Pfennig Fördermittel die Kirche unter Regie von Pfarrer Gabriel saniert und bereits 1985 sah alles wieder schmuck aus.

Auf den alten Postkarten sieht man sie, unsere Kirche, das Wahrzeichen von Grüneberg. Auf der kolorierten Ansicht ganz oben sieht man direkt vor der Kirche auch die alte Feuerwache. Diese wurde zu DDR Zeiten durch einen Neubau ersetzt und in 2008 wurde die Feuerwache der nächsten Generation direkt neben unserem Dorfkonsum erbaut. Bei den Erdarbeiten zur Vorbereitung der Fundamentgründung des neuen Feuerwehrgebäudes durften auch wieder die Archäologen tätig werden. Man fand hier die Fundament- und Keller-Reste eines mehreren hundert Jahre alten Hauses, Tongefäße Treppenreste und mehr. Ironischerweise war das Haus an dem jetzigen Standort unserer Freiwilligen Feurwehr in grauer Vorzeit ... abgebrannt.

Die alte Schmiede im Bild ist unser Nachbarhaus an der Stege, direkt hinter unserer Reithalle gelegen. Wohnhaus und Schmiede stehen noch und werden heute von Familie Gerlach bewohnt. Auch die andere Dorfschmiede im Haus der Familie Kessel, ebenfalls direkte Nachbarn am Dorfanger ist noch erhalten und wird bei Dorffesten sogar zur Demonstration des Schmiedehandwerks in Betrieb genommen. Im Alltag haben wir es heutzutage leider etwas weiter zum nächsten Schmied. Deswegen kommt der Hufschmied zu uns und versorgt uns direkt vor Ort auf dem Hof Grüneberg, dem Hof, der über 100 Jahre später zum Reiterhof wurde.

Ja, und hier ist es nun: das vorerst älteste Foto von unserem Hof. Wie auch die alten Postkarten hat uns dies netterweise unser Dorfchronist Herr Schwarz überlassen. Das Bild stammt wohl aus der ersten Hälfte der 1960er Jahre. Dies sieht man daran, dass die Dachgaube schon existiert und in der Giebelwand des Stallgebäudes eine Futterluke deutlich zu erkennen ist, die die LPG Anfang der 60er Jahre angelegt hat - wir haben Sie dann fast 50 Jahre später wieder zugemauert. Stuck und Fenster, ebenfalls von uns rekonstruiert, sind auf dem Foto noch vorhanden. Im Vordergrund, und deswegen wurde dies Foto wohl aufgenommen, ist die Friedenseiche zu sehen, die auch heute dort ihren Platz hat. Sie wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gepflanzt.

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