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Hof Grüneberg entsteht!

 

... wie alles anfing

Ja, so sah am Anfang unser Bauernhaus einmal aus. Das Foto stammt vom November 2005.

Unser Bauernhof, ca. 100 Jahre alt, war bis in die 1950er Jahre im Besitz einer Bauernfamilie, die dann als Folge der Bodenreform in der DDR "gen Westen machte". Der Hof wurde in der Folge Teil der Grüneberger LPG "Völkerfreundschaft". In den märkischen Bauernhäusern gab es vom Mittelflur abgehend traditionell zwei Wohnbereiche: einen etwas größeren für die aktuelle Bauerngeneration und dann den etwas kleineren "Altenteil". Dies sind heutzutage unsere beiden großzügigen rollstuhlgerechten Öffnet internen Link im aktuellen FensterFerienwohnungen. In den frühen 1960er Jahren wurden unter LPG-Regie im Dachgeschoss zwei Wohnungen ausgebaut. Dies ist heute unser Reich. Den Ausbauplan der LPG haben wir beim Bauen in einer Zwischenwand gefunden. Dort hatte ihn wohl ein Handwerker vergessen. Der damaligen Mode entsprechend wurden die originalen Einzel-Fenster gegen dreiteilige Fenster im Querformat ausgetauscht, wie auf dem Foto zu sehen ist. Dieser Baumaßnahme fiel auch einiges an Stuck zum Opfer, den wir, wie auch die ursprüngliche Fenstereinteilung, beim Wiederaufbau rekonstruiert haben.

Hier eine Ansicht unseres Stallgebäudes, ursprünglich einmal der Pferdestall. Ende der 1980er Jahre hatte man begonnen, das Erdgeschoss des Stalls zu einem Lagerraum und einer Kantine für die LPG umzubauen und zwischen Stall und Scheune einen Werkstattraum für die Reparatur von Landmaschinen zu errichten. Die Wende holte dieses Bauprojekt im Rohbauzustand ein. Der Innenhof, wie auf dem Bild zu sehen ist, war zunächst eine wuchernde Wiese. Später dann, im Herbst und Winter 2006 eine Schlammwüste vom Feinsten.

Inzwischen ist unser Hof mit Rasen begrünt, und zwischen den Gebäuden sind barrierefreie Wege gepflastert. Was es ansonsten anfangs mehr als genug gab: Müll, Müll und nochmals Müll. Überall auf der 1 ha großen Hofstelle gab es Nester wie dieses, oft zunächst recht unscheinbar anzusehen. Beim Nachbohren und Buddeln gaben diese Nester ihren Inhalt dann leider nur allzu oft in Form von einigen laufenden Kubikmetern Müll jeglicher Art preis. Das war unser schweißtreibendes Los im heißen Sommer 2006, und wir mußten die geschätzte Anzahl der Container zum Abtransport leider einige Male nach oben korrigieren...

So sieht dann sortierter Müll aus und wir sind sehr froh, dass wir diese Phase des Ausbaus dann mit vereinten Kräften nervlich unbeschadet überstanden haben. Heute haben wir unsere Müllwiese in den Reitplatz verwandelt und auf dem dahinterliegenden Gelände unsere Reithalle mit Boxenstall gebaut. Letzteres war auch bautechnisch nie langweilig. Die Wiese war sehr feucht und das Grundwasser stand zum Teil nur wenige cm unter der Grasnarbe. Da hieß es erst einmal den Torfboden gegen tragenden Füllboden für das Fundament auszutauschen.

Der Platz für die Reithalle lag im Bebauungsplan im Außenbereich. Genehmigungen für den Bau im Außenbereich erhalten normalerweiser nur Atomkraftwerke und - glücklicherweise - auch landwirtschaftliche Betriebe. Und der milde Winter 2006/2007 war dann unser nächster Gönner. Nach den Fundamentarbeiten für Halle und Stall wurde Anfang November das erste Material für den Hallenbau geliefert. Und schon am 28. November 2006 konnten wir dann Richtfest feiern.

Leitet Herunterladen der Datei einMAZ-Artikel zum Richtfest

Leitet Herunterladen der Datei einGransee Zeitungsartikel zum Richtfest

Hier noch ein paar Bildimpressionen:

Die Richtkrone wird an einem strahlenden Novembertag 2006 in Position gebracht.
Blick in die Reithalle, hier noch ohne Dach.

Und zum Abschluss noch eine Vorher/ Nachher-Sequenz. Man sieht den Hof Grüneberg hier vor...

... und nach der Rekonstruktion:

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